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Debian GNU/Linux
Das Debian GNU/Linux Project Team ist ein besonderes unter den Distributoren, da es keine kommerziellen Ziele verfolgt. Seit der Gründung durch Ian Murdock am 16 August 1993 wird Debian von freiwilligen Entwicklern betreut und von der FSF unterstützt. Ian Murdock leitete das Team bis 1996. Debian setzt sich aus Deb für Ian Murdock's Frau Debra und seinem Vornamen zusammen. In die Debian Distribution fliesst nur Software ein, die komplett unter der GPL veröffentlicht wurde. Entwickelt in Deutschland liegt das Hauptfeld mehr in Europa. Es existieren angepasste Versionen für Intel x86 und ARM Systeme. Als Besonderheit wird ein eigenes Format für die Installation von Softwarepaketen (DEB) eingesetzt, ebenso wie das Paketformat RPM löst es automatisch die Abhängigkeiten auf, allerdings nach einem anderen Prinzip. Als GUI wird Gnome bevorzugt eingesetzt. Für die Installation steht bis jetzt nur eine Variante im einfachen Textmodus zur Verfügung. Debian ist inzwischen zum Synonym für Qualität und Stabilität geworden. Die Codenamen ab Release 1.1 stammen von Figuren aus dem digitalen Zeichentrickfilm Toy Story.
Ian Murdock gründete 2001 mit Bruce Perens eine neue Firma namens Progeny Linux Systems. Ziel ist es, auf Basis von Debian GNU/Linux eine Netzwerklösung namens Linux NOW (Network of Workstations) zu entwickeln. Linux NOW soll die Vorteile leistungsfähiger, flexibler und skalierbarer Workstations mit einfach zu administrierenden zentralisierten Lösungen verschmelzen.
Die vernetzten Systeme bilden dann ein einziges, nahtloses System mit den Vorteilen aus beiden Welten. Ein Software Produkt das diese Technik nutzt, ist der Web-basierende Linux Plattform Manager der die Erstellung, Verwaltung und das Testen von Distributionen erheblich beschleunigt.
Debian GNU/Linux 4.0 unterstützt insgesamt 11 Prozessor-Architekturen, die Software KDE 3.5.5a, GNOME 2.14 und Xfce 4.4 wurden aktualisiert. Die grafische Oberfläche für die Installation wurde erneuert und steht in 58 Sprachen zur Verfügung. Bei der Installation kann aus mehr als 18.000 Programmen ausgewählt werden, darunter auch kryptographische Software. Die Kompatibilität mit dem FHS 2.3 und der LSB 3.1 wird eingehalten.
Ian Murdock wechselte im März 2007 zur Firma Sun und beendete den Geschäftsbetrieb von Progeny Linux Systems zum 2007-04-30. Sein neues Aufgabengebiet liegt in der Koordinierung und strategischen Ausrichtung des Geschäftsbereich von Solaris um mit Linux mitzuhalten.
Knoppix (Knopper's Unix) ist eine auf Debian basierende Distribution von Klaus Knopper. Es handelt sich dabei um ein Live-System auf CD-ROM oder DVD das direkt vom Datenträger bootfähig ist. Knoppix ist auch auf einer Festplatte installierbar, es eignet sich z.B. für ein produktives Desktop-System oder auch als Rescue-System. Knoppix 4.0 basiert auf Debian GNU/Linux 3.1 und wurde am 22.06.2005 auf der Veranstaltung "Linux Tag 2005" freigegeben. Als Benutzeroberfläche stehen KDE 3.4.1 und Gnome 2.8 zur Auswahl. Durch die cloop-Datenkompression passen über 9 Gigabyte an Software auf eine Single-Layer-DVD und bis 2 GByte auf eine CD-ROM. Auf Knoppix basierende Distributionen sind Freeduc, Kanotix, Quantian, Paipix, SymphonyOS und DSL (Damn Small Linux). Knoppix 5.1.0 erschien am 30.12.2006.
Am 20.10.2004 wurde das erste Release von Ubuntu Linux vorgestellt. Ubuntu 4.10 basiert auf Debian und enthält den Gnome Desktop. Ubuntu ist ein afrikanisches Wort das übersetzt für Menschlichkeit steht. Es ist kostenlos und wird in der ganzen Welt vertrieben, nur der Support ist kostenpflichtig. Es gibt portierte Versionen für die x86, x86-64 und PowerPC Architektur. Neue Releases sollen im halbjährlich erscheinen. Das nächste Release im April 2005 war Ubuntu 5.04. Anfang Juli 2005 gründete der Multi-Millionär Mark Shuttleworth die Ubuntu Foundation mit einem Anfangsbudget von 10 Millionen US-Dollar. Diese Stiftung soll die langfristige Unterstützung der Distribution und den Support sicherstellen, die Hauptentwickler wurden fest eingestellt. Die Ubuntu 6.10 Desktop Edition und Server Edition war im Oktober 2006 fertig, Ubuntu 7.04 für Desktop und Server erschien im April 2007. In der neuen Version gibt es ein Tool zur Migration von Windows Einstellungen, die Netzwerkkomponente und Unterstützung für Multimedia wurde verbessert.
BeatriX basiert auf Ubuntu und unterstützt damit auch Debian und Ubuntu Programmpakete. Entwicklungsziel war eine kompakte und einfach zu bedienende Linux-Distribution zu schaffen. Diese Distribution ist ein schlankes Linux System das Live von CD-ROM gestartet wird und weniger als 190 MByte Speicherplatz darauf beansprucht. Die Version 2005.1 vom 28.01.2005 enthält den Linux Kernel 2.6.7, den Gnome Desktop 2.8, OpenOffice, den Firefox Browser und andere beliebte Anwendungsprogramme.
Seite erstellt: 2007-02-26 [SB]
Letztes Update: 2008-03-03
Letztes Update: 2008-03-03
Weblinks
Screenshots
Versionen
| Datum | Version |
|---|---|
| 1993 Aug. | Debian GNU/Linux 0.1 |
| 1994 Jan. | Debian GNU/Linux 0.91 |
| 1996 Juni | Debian GNU/Linux 1.1 (buzz), Kernel 2.0.0, 474 Softwarepakete, .ELF Support, dpkg |
| 1996 Dez. | Debian GNU/Linux 1.2 (rex), Kernel 2.0.27, 120 Entwickler, 848 Softwarepakete |
| 1997 Juni | Debian GNU/Linux 1.3 (bo), Kernel 2.0.29, 200 Entwickler, 974 Softwarepakete |
| 1998 Juli | Debian GNU/Linux 2.0 (hamm), Kernel 2.0.34, über 400 Entwickler, mehr als 1.500 Softwarepakete enthalten |
| 1999 März | Debian GNU/Linux 2.1 (slink), Kernel 2.0.36, erstmals auch für Sparc und Alpha, etwa 2.250 Softwarepakete |
| 2000 Aug. | Debian GNU/Linux 2.2 (potato), Kernel 2.2.19, erfüllt FHS, über 450 Entwickler, mehr als 3.900 Softwarepakete, 55 Millionen SLOC |
| 2002 Juli | Debian GNU/Linux 3.0 (woody), Kernel 2.2.20, erfüllt LSB, gcc 2.95.4, erstmals mit kryptografischer Software, über 900 Entwickler, etwa 8.900 Softwarepakete |
| 2005 Juni | Debian GNU/Linux 3.1 (sarge) |
| 2007 April | Debian 4.0 |









































