595 Wörter [ 43 Screenshots ] [ 12 Versionen ] [ 2 Weblinks ] Seite erstellt: 2007-02-26 [SB] - aktualisiert: 2010-05-14
Debian GNU/Linux
Das Debian GNU/Linux Project Team ist ein besonderes unter den Distributoren, da es keine kommerziellen Ziele verfolgt. Seit der Gründung durch Ian Murdock am 16 August 1993 wird Debian von freiwilligen Entwicklern betreut und von der FSF unterstützt. Ian Murdock leitete das Team bis 1996. Debian setzt sich aus Deb für Ian Murdock's Frau Debra und seinem Vornamen zusammen. In die Debian Distribution fliesst nur Software ein, die komplett unter der GPL veröffentlicht wurde. Entwickelt in Deutschland liegt das Hauptfeld mehr in Europa. Es existieren angepasste Versionen für Intel x86 und ARM Systeme. Als Besonderheit wird ein eigenes Format für die Installation von Softwarepaketen (DEB) eingesetzt, ebenso wie das Paketformat RPM löst es automatisch die Abhängigkeiten auf, allerdings nach einem anderen Prinzip. Als GUI wird Gnome bevorzugt eingesetzt. Für die Installation steht bis jetzt nur eine Variante im einfachen Textmodus zur Verfügung. Debian ist inzwischen zum Synonym für Qualität und Stabilität geworden. Die Codenamen ab Release 1.1 stammen von Figuren aus dem digitalen Zeichentrickfilm Toy Story.
Ian Murdock gründete 2001 mit Bruce Perens eine neue Firma namens Progeny Linux Systems. Ziel ist es, auf Basis von Debian GNU/Linux eine Netzwerklösung namens Linux NOW (Network of Workstations) zu entwickeln. Linux NOW soll die Vorteile leistungsfähiger, flexibler und skalierbarer Workstations mit einfach zu administrierenden zentralisierten Lösungen verschmelzen.
Die vernetzten Systeme bilden dann ein einziges, nahtloses System mit den Vorteilen aus beiden Welten. Ein Software Produkt das diese Technik nutzt, ist der Web-basierende Linux Plattform Manager der die Erstellung, Verwaltung und das Testen von Distributionen erheblich beschleunigt.
Debian GNU/Linux 4.0 unterstützt insgesamt 11 Prozessor-Architekturen, die Software KDE 3.5.5a, GNOME 2.14 und Xfce 4.4 wurden aktualisiert. Die grafische Oberfläche für die Installation wurde erneuert und steht in 58 Sprachen zur Verfügung. Bei der Installation kann aus mehr als 18.000 Programmen ausgewählt werden, darunter auch kryptographische Software. Die Kompatibilität mit dem FHS 2.3 und der LSB 3.1 wird eingehalten.
Ian Murdock wechselte im März 2007 zur Firma Sun und beendete den Geschäftsbetrieb von Progeny Linux Systems zum 2007-04-30. Sein neues Aufgabengebiet liegt in der Koordinierung und strategischen Ausrichtung des Geschäftsbereich von Solaris um mit Linux mitzuhalten.
Das nächste stabile Release war Debian GNU/Linux 5.0 (Lenny) vom 14. Februar 2009. Erstmals gibt es einen grafischen Debian-Installer. Die Hardware-Erkennung ist weiter verbessert worden. Der konfigurationsfreie X-Server ist in der Version 7.3 enthalten. Als Standard wird als Desktop Gnome installiert. Die Netzwerkeinrichtung wird mit dem Network-Manager noch einfacher.
Knoppix (Knopper's Unix) ist eine auf Debian basierende Distribution von Klaus Knopper. Es handelt sich dabei um ein Live-System auf CD-ROM oder DVD das direkt vom Datenträger bootfähig ist. Knoppix ist auch auf einer Festplatte installierbar, es eignet sich z.B. für ein produktives Desktop-System oder auch als Rescue-System. Knoppix 4.0 basiert auf Debian GNU/Linux 3.1 und wurde am 22.06.2005 auf der Veranstaltung "Linux Tag 2005" freigegeben. Als Benutzeroberfläche stehen KDE 3.4.1 und Gnome 2.8 zur Auswahl. Durch die cloop-Datenkompression passen über 9 Gigabyte an Software auf eine Single-Layer-DVD und bis 2 GByte auf eine CD-ROM. Auf Knoppix basierende Distributionen sind Freeduc, Kanotix, Quantian, Paipix, SymphonyOS und DSL (Damn Small Linux). Knoppix 5.1.0 erschien am 30.12.2006.
Ubuntu Linux ist eine sehr bekannte Debian Distribution, am 20. Oktober 2004 fand das erste Release mit Ubuntu 4.10 statt. Mehr über Ubuntu Linux.
BeatriX basiert auf Ubuntu und unterstützt damit auch Debian und Ubuntu Programmpakete. Diese Distribution von Steven Watsky ist im Jahr 2005 eingestellt worden. Mehr über BeatriX.
| Datum | Version |
|---|---|
| 1993 Aug. | Debian GNU/Linux 0.1 |
| 1994 Jan. | Debian GNU/Linux 0.91 |
| 1996 Juni | Debian GNU/Linux 1.1 (buzz), Kernel 2.0.0, 474 Softwarepakete, .ELF Support, dpkg |
| 1996 Dez. | Debian GNU/Linux 1.2 (rex), Kernel 2.0.27, 120 Entwickler, 848 Softwarepakete |
| 1997 Juni | Debian GNU/Linux 1.3 (bo), Kernel 2.0.29, 200 Entwickler, 974 Softwarepakete |
| 1998 Juli | Debian GNU/Linux 2.0 (hamm), Kernel 2.0.34, über 400 Entwickler, mehr als 1.500 Softwarepakete enthalten |
| 1999 März | Debian GNU/Linux 2.1 (slink), Kernel 2.0.36, erstmals auch für Sparc und Alpha, etwa 2.250 Softwarepakete |
| 2000 Aug. | Debian GNU/Linux 2.2 (potato), Kernel 2.2.19, erfüllt FHS, über 450 Entwickler, mehr als 3.900 Softwarepakete, 55 Millionen SLOC |
| 2002 Juli | Debian GNU/Linux 3.0 (woody), Kernel 2.2.20, erfüllt LSB, gcc 2.95.4, erstmals mit kryptografischer Software, über 900 Entwickler, etwa 8.900 Softwarepakete |
| 2005 Juni | Debian GNU/Linux 3.1 (sarge) |
| 2007 April | Debian 4.0 |
| 2009 Feb. | Debian GNU/Linux 5.0 |










































