Linux Kernel Betriebssystem

2726 Wörter [ 26 Screenshots ] [ 33 Versionen ] [ 14 Weblinks ] - Aktualisiert: 2015-11-01 Seite erstellt: 2001-10-04 [SB]



Entwicklung Linux

Linux Kernel Website 2007 1986 programmierte Linus (Benedict) Torvalds einen eigenen Treiber für seinen Floppy-Controller. Dabei setzte er sich intensiv mit hardwarenaher Programmierung auseinander und lernte so seinen Sinclair Computer mit Q-DOS besser kennen. Zusätzlich erstellte er seine eigenen Programmier-Tools. Als 1991 die 386-Intel PCs modern wurden, schaffte er sich ebenfalls ein solches Gerät an um sich mit der Programmierung von 386 CPUs auseinander zusetzen. Als Betriebssystem wurde das Unix-verwandte MINIX eingesetzt, Unix kannte er bereits 1990 aus seiner Universität. Minix wurde von Andrew Tanenbaum als Lehrsystem entwickelt und kam besonders an Universitäten zum Einsatz. Das von A. Tanenbaum verfasste Buch "Operating Systems: Design and Implementation" handelt von Konzepten und Minix, das zu seiner Lieblingslektüre wurde. Der Quellcode von Minix ist offen, jegliche Modifikationen daran aber den Lizenzbedingungen unterworfen.

Weil er das mitgelieferte Terminal-Emulatorprogramm in Minix nicht akzeptabel fand, begann er sein Projekt um einen eigenen, besseren Terminal Emulator mit mehr Funktionen auf Hardwareebene zu programmieren. Dazu erstellte er u.a. in Assembler Treiber für den Datenträgerzugriff und das Dateisystem. Mit diesen wurde es möglich mit dem Programm Uploads und Downloads aus dem Internet vorzunehmen. Im Laufe der Entwicklung mehrten sich die Funktionen des Terminal-Programm und er musste die Entscheidung treffen, aus dem Programm ein eigenständiges Betriebssystem zu programmieren. Sein von Minix abgewandeltes Betriebssystem wurde vom Kernel aus vollkommen neu programmiert, für ihn sinnvolle Konzepte aus Minix wurden übernommen. Nach langen Programmierabenden war es soweit. Am 17. September 1991 wurde Freax in der Version 0.01 fertig gestellt, als Entwicklungsumgebung kam noch das MINIX für 386er zum Einsatz. Darin enthalten war bereits die GNU Shell bash und der GNU C-Compiler gcc von Richard Stallman, die zu den Standard Programmen für das inzwischen in Linux umbenannte Betriebssystem zählen. Weil Linux vor allem aus dem GNU Software Pool profitiert, wird es allgemein GNU/Linux genannt.

Nach etwa 6 Monaten wurde Freax eher beiläufig in Linux umgetauft. Schon am 3. Juli 1991 hatte er in der Minix-Newsgroup nach den POSIX Standards gefragt, am 25. August 1991 stellte er sein Projekt öffentlich vor und bat um Vorschläge für weitere Funktionen und Erweiterungen. Der Sourcecode wurde per FTP frei zugänglich gemacht. Über die Mailinglist "Linux-activists@niksula.hut.fi" und der Newsgroup "comp.os.minix" wurde am Anfang Kontakt zu Interessierten und Programmierern gehalten um Fortschritte mitzuteilen. Später wurden eine eigene Mailinglist und Foren gegründet. Im Lauf der Entwicklung erhielt er gewünschte Postkarten aus aller Welt mit Dankesworten. Das Projekt entwickelte in der Internet Community eine starke Eigendynamik und trug sich praktisch selbst. Die Rechte an dem Markennamen Linux wurde nach einem rechtlichen Zwischenfall Linus Torvalds übertragen und später auf mehrere Personen verteilt, so das die Weiterentwicklung gewährleistet ist und eine "feindliche Übernahme" ziemlich unmöglich wird. Die Symbolfigur " Tux der Pinguin" wurde gewählt, weil Torvalds in einem finnischen Zoo von einem Pinguin gebissen wurde. Das eigenwillige Tier hatte ihn so beeindruckt, das er seinem Betriebssystem diese Leitfigur gab. Für Linux gab es am Anfang kein Installationsskript geschweige den ein grafisches Installationsmenü. Um die Installation von Linux zu erleichtern und automatisieren stellte Owen LeBlanc vom Manchester Computing Centre die MCC Interim Releases öffentlich bereit- der Vorreiter der heutigen Distributionen.

Dateistruktur (1. Ebene) von Linux und Derivaten

/ - Root-Verzeichnis
/bin - Systemprogramme
/boot - Kernel, Bootmanager
/cdrom - Mount-Point für CD-ROM (optional)
/dev - Gerätedateien
/etc - Konfigurationsdateien
/floppy - Mount-Point für FDD (optional)
/home - Benutzerverzeichnis
/lib - Shared Libraries
/mnt - Mount Verzeichnis
/opt - Zusätzliche Installationen, GUI
/proc - Systeminformationen
/root - root Benutzerverzeichnis
/sbin - Systemprogramme für root
/tmp - Temporäre Dateien
/usr - Anwendungsprogramme für GUI, Quellcode, etc.
/var - Verschiedenes, einige Logdateien


Kleine Referenz der Shell Befehle

mount - Einbinden eines Dateisystem
umount - Entfernen eines Dateisystem
fdisk - Partitionierung der Festplatte erstellen oder verändern
hdparm - Parameter der Festplatte anzeigen oder verändern
rm - Dateien löschen
ls - Verzeichnisinhalt anzeigen, mit Unterverzeichnissen
dir - Verzeichnisinhalt anzeigen
cd - Verzeichnis wechseln
dd - Bit-basierendes kopieren von Daten oder Festplatten
ps - Zeigt die aktiven Prozesse
df - Anzeige des freien Speicherplatz der Festplatte
find - Suchen nach Dateien oder Verzeichnissen
mkdir - Verzeichnis erstellen
mv - Umbenennen oder verschieben von Dateien
vi - Editor mit Befehls- und Textmodus
killall - Prozesse nach Name beenden
ifconfig - Konfiguration der Netzwerkkarte
netstat - Informationen über die Netzwerkverbindungen
mc - Dateimanager mit grafischer Oberfläche



Die Vorteile einer freien Entwicklung und Verteilung liegen u.a. in der Benutzerorientierung weil keine unnötigen Features integriert werden, die keiner benötigt. Das geschieht durch die dynamische Entwicklung, bei der im Prinzip aus 1.000 aktuellen Ideen nur die am meisten benötigten Features akzeptiert und in den offiziellen Systemkern aufgenommen werden. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, existiert die Kernel Serie 2.2.x (max. 2 GByte RAM adressierbar) neben der neueren 2.4.x (max. 64 GByte RAM adressierbar) in Koexistenz. Durch die dynamische Entwicklung ist ein starrer Marketingplan an dem man verbissen hängt unwichtig. Ausserdem werden neue Versionen erst bei bewährter Zuverlässigkeit herausgegeben und nicht wenn der Zeitplan den verkaufsgünstigsten Zeitpunkt bestimmt. Während Linux 0.01 mit den grundlegendsten Bestandteilen und Befehlen aus 10.000 Code-Zeilen bestand, ist der Quellcode nun in Version 2.4.9 auf etwa 3,7 Millionen Code-Zeilen inklusive vieler Hardware Treiber angewachsen. Linux hält die Spezifikationen für System V und BSD Unix Programme ein.

Einige Betriebssystem Firmen nutzen die Offenheit um neue Eigenschaften hinzuzusteuern wie bei der Dateisystemunterstützung durch SGI mit XFS. Linux und verwandte Betriebssysteme sind erst durch die Arbeit der Internet Community, der weltweiten Entwicklergemeinde, entstanden und zunehmend durch IT-Firmen unterstützt. Deswegen gibt es so genannte Entwicklerkernel mit ungeraden Versionsnummer wie 2.3 und Stable Releases mit geraden Nummern wie 2.4 für den stabilen Endnutzer/Unternehmenseinsatz. In dem Usenet-Posting vom 14. Oktober 1996 kündigte Matthias Ettrich das Projekt Kool Desktop Environment (KDE) an. Für die Entwicklung wird die GUI-Bibliothek Qt von Trolltech verwendet. Das erste Release erschien im Juli 1998, das zweite Release im Oktober 2000, im April 2002 das dritte KDE Hauptrelease. Das KDE ist neben dem gnome Desktop eine der am meisten eingesetzten Benutzeroberflächen.

Schätzungen zufolge gibt es Anfang 2001 mindestens 10 Millionen Linux Benutzer weltweit- Tendenz stark steigend. Seit etwa 1997/1998 wird Linux von der IT-Branche verstärkt als Alternative angesehen. In den Jahren 2000/2001 wird die Vermutung geäußert, das Linux auch die bestehenden kommerziellen Unix Varianten nach und nach ablösen könnte und weiterhin an Zustimmung gewinnt. Im heterogenen Netzwerk arbeitet Linux durch die native Unterstützung der Netzwerk Protokolle hervorragend mit Macintosh, Novell und Windows zusammen.

Die General Public License Version 1 wurde 1989 von Richard M. Stallmann gegründet. 1991 wurde die GPL Version 2 von der Free Software Foundation verfasst, seitdem ist der Linux Kernel unter diese Lizenz gestellt. Am 29. Juni 2007 kam die endgültige Fassung der GPL Version 3 heraus. Das Lizenzmodell GPL dem Linux unterliegt, bietet dem Entwickler weit reichende Freiheiten und breite Technologietransfers da Wissen offen weitergegeben wird. Durch die offene Entwicklung verbessern CodeAudits stetig die Qualität des Quellcodes. Durch gegenseitige Code Sichtungen erhöht sich zudem die Software Sicherheit und es besteht keine Abhängigkeit von einem proprietären Hersteller. Viele Linux Derivate sind auf den Websites der Distributoren und Projekte mit FTP oder HTTP zum kostenlosen Download verfügbar, es fallen nur die Internetkosten an. Über redundant ausgelegte Mirror Server lassen sich die meist als ISO Image vorliegenden Software ebenfalls erreichen.

Ziele


- besseres MINIX als MINIX schaffen (war damit unzufrieden)
- Unix-verwandtes Betriebssystem auf normalen PCs geschaffen
- Open Source Entwicklung
- Programmierung mit vielen Entwicklern aus aller Welt
- Entwicklung nach den Bedürfnissen der Benutzer

Heute lebt Linus Torvalds in San Jose, Kalifornien und arbeitet für den Chiphersteller Transmeta (CPU Crusoe). Nebenbei kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit und entwickelt zusammen mit anderen den Systemkern weiter.

Update: 17. Juni 2003
Linus Torvalds wechselt zu OSDN (Open Source Development Lab) um sich hauptsächlich um die Weiterentwicklung des Linux Kernels 2.6.x zu kümmern.

Distributoren

Ein Distributor ist meist ein Entwicklerteam, dass aufbauend vom Linux- Systemkern (Kernel) ein Installationsfertiges Softwarepaket anbietet. Enthalten sind neben dem individuell anpassbaren Systemkern zahlreiche zusätzliche Anwendungen, Treiber und Assistenten, die mit der eigens entwickelten Installationsroutine bequem installiert und konfiguriert werden können. Diese Distribution wird per Internet in Form von ISO Images oder auf CD-ROM bzw. DVD-ROM kostengünstig zur Verfügung gestellt. Das eingenommene Geld wird für die Entwickler und den Support benötigt. Oft sind Firmen die eine auf Linux basierende Distribution anbieten ebenfalls in anderen Open Source Projekten tätig.
Um eine Linux-Distribution zu installieren, existiert jede mögliche Installationsweise. Das Booten der Installationsroutine von CD-ROM nach dem El-Torito Standard, DVD, von Diskette (komplett inzwischen eher selten), per Netzwerk oder FTP-Server werden nach dem Bootvorgang direkt unterstützt. Von den großen Anbietern von Linux-Distributionen haben sich neue entwickelt, die auf sehr spezielle Einsatzgebiete ausgerichtet sind, etwa Data-Recovery oder Software-Router.

30. Mai 2002: Erstmals haben sich mehrere große Distributoren sich zu einer großen Gemeinschaft vereinigt (siehe News-Notiz). Unter dem Namen UnitedLinux wurde eine gemeinsame Basis für die einheitliche Entwicklung einer Linux-Distribution gegründet. Elemente davon sind Richtlinien der Linux Standard Base. Alle Teilnehmer der Partnerschaft lassen ihre Erfahrungen im Businessbereich und Technisches Wissen mit einfließen um im Serverbereich den Marktanteil auszubauen. Desktop Versionen für Endkunden werden die Distributoren separat bereitstellen. Zur Comdex im November 2002 haben die Initiatoren gemeinsam die fertige Version 1.0 vorgestellt. United Linux 1.0 ist damit LSB 1.2 und OpenI18N konform und fliesst in den zukünftigen Versionen als Standard ein. Am 21.06.2006 wurde die Linux Standard Base 3.1 veröffentlicht. Diese bringt neue Richtlinien für Desktop-Anwendungen, ein eigenes Software Development Kit (SDK) ist verfügbar und die Zertifizierung für Produkte nach LSB 3.1 sind möglich.

Die Linux Distribution Yellow Dog stammt von der Firma Terra Soft. 1999 war es die erste kommerzielle Distribtuion für Apple G4 Systeme, 2006 folgte erstmalig die Unterstützung für die Playstation 3 von Sony. Im Mai 2007 brachte Terra Soft die aktualisierte Yellow Dog Linux Version 5.0.1 heraus. Diese basiert auf dem Fedora Core und verwendet den Enlightenment Window Manager E17. Über 500 Programme sind erneuert worden, neu dabei ist die Unterstützung für WLAN.



Turbolinux

Die auf Red Hat basierende Distribution hat ihr Haupteinsatzgebiet in Asien. Seit der Gründung von Turbolinux Inc. 1992 wurde das Angebot um kommerzielle Produkte und Dienstleistungen ergänzt. Durch die breite Unterstützung großer IT-Unternehmen hat sich Turbolinux stark entwickelt und etabliert. Turbolinux legte seit Anfang großen Wert auf die Internationalisierung der Software und wird vor allem in der Industrie auf Servern, aber auch auf Workstations eingesetzt. Als grafische Oberfläche wurde bis einschliesslich Version 6.0 Gnome als Standard installiert, die nachfolgenden Versionen setzen auf KDE. Als Installationsformat wird primär RPM eingesetzt.

Mit Turbolinux Version 11 beschreitet der Hersteller Turbolinux neue Wege. Die internationale Version bringt Kompatibilität zu Windows Anwendungen und unterstützt den Active-Directory-Dienst. Als Benutzeroberfläche steht KDE oder Xfce bereit, mit CyberLink PowerDVD wird eine kommerzielle DVD-Player Software mitgeliefert. Mit dem Progression Desktop für Turbolinux können automatisch Daten wie E-Mails und Office-Dateien von einer bestehenden Windows-Installation auf die neue Turbolinux-Installation übertragen werden. Enthalten sind der Kernel 2.6.12, X.org 6.8.2, GCC 3.4.3, Glibc 2.3.5 sowie RPM 4.4.2.

Turbolinux: Datum / Version

1998 Juni / Turbolinux 1.0 (kyoto), Kernel 2.2.9
1999 Mai / Turbolinux 2.0 (okinawa), Kernel 2.2.13
1999 Juni / Turbolinux 3.0 (karatsu), Kernel 2.2.14
1999 Aug. / Turbolinux 4.0 (--), Kernel 2.2.15
2000 März / Turbolinux 4.2 (--), Kernel 2.2.17
2001 Aug. / Turbolinux 6.0 (--), Kernel 2.4.3
2001 Nov. / Turbolinux 7.0 (monza), Kernel 2.4.8
2002 Mai / Turbolinux 7.0S (esprit), Kernel 2.4.18
2002 Juli / Turbolinux 8.0 (silverstone), Kernel 2.4.19, gcc 3.2
2002 Okt. / Turbolinux 8.0S (vitamin), gcc 2.96, Kernel 2.4.18
2003 Okt. / Turbolinux 10D
2004 Mai / Turbolinux 10F
2004 Okt. / Turbolinux 10S
2006 Mai / Turbolinux 11


Lycoris Desktop/LX

Lycoris wurde im Jahr 2000 gegründet und residiert in Redmond/Washington. Lycoris Desktop/LX basiert auf Linux und hat seine Stärken vor allem in der vereinfachten Installation und Benutzerführung, beim booten deutet nur eine kleine Textzeile auf die Konsolen Shell hin.

Aktuelle Version: build 75 (beta) Test: Juli 2003
Die Installationsroutine von Lycoris Desktop/LX (amethyst, beta) ist ein Instant Setup, d.h. es wird keine Paketauswahl oder Angabe des Anwendungsbereich zugelassen. Daher werden mindestens 850 MByte freier Festplattenspeicher benötigt. Die Installation gestaltet sich sehr einfach, nach Angabe von verwendeter Hardware (Maus, Tastatur, Netzwerk, Drucker, ...) startet die Installation nebenbei und es wartet bis zum Abschluss ein Kartenspiel.Fenstermanager ist KDE 2.2.2, als Linux Kernel wird Version 2.4.20 eingerichtet, Bootmanager ist Grub der auch andere Partitionen zum booten einbindet. Nach dem Neustart ist das System eingerichtet und startet eine ausführliche ShockwaveFlash Präsentation mit englischer Sprachausgabe als Einführung in Lycoris Desktop/LX. Der DMA Modus war bei allen Laufwerken bereits aktiviert.
Es sind verschiedene Mängel festgestellt worden, die aber wegen dem Beta Status wohl noch behoben werden.

- nvidia Grafikkarte ohne 3D Unterstützung eingebunden
- Sound klingt verrauscht, mit Aussetzern
- DVD Wiedergabe klappt nur selten

Am 13.09.04 gab Lycoris seine Linux Distribution Desktop/LX in Version 1.4 frei. Enthalten sind der neue Linux Kernel 2.4.27 und KDE 3.2.3.

FAUmachine

FAUmachine (vormals UMLinux) ist OpenSource und läuft vollständig im User Mode (nicht privilegierter CPU Modus) von Linux. Dabei kann es direkt auf die Hardware zugreifen und ist transparent zum Host einsatzfähig. Der Arbeitsspeicher wird virtuell in einem geschützten Bereich bereitgestellt. Es können je nach Ressourcen beliebig viele UMLinux Systeme gleichzeitig laufen.

Caldera Open Linux

Caldera, Inc. wurde im Oktober 1994 von Bryan Sparks gegründet und im Januar 1995 zur Gesellschaft umfirmiert. Sommer 1998 gründete Caldera Inc. zwei Tochterfirmen, Caldera Systems, Inc. hat als Hauptfeld die Entwicklung und Verkauf von Linux basierenden Linux-Produkten auf dem PC Markt für Desktop und Server Computer wie OpenLinux Lösungen. Caldera Thin Clients, Inc. zielte auf Lösungen für Thin Clients und den Markt für Embedded Systems wie Embedix (embedded Linux OS) und DR DOS. Im Juli 1999 wurde letztere Firma in Lineo, Inc. umbenannt.

Umbenennung im August 2002 in SCO Group, bietet UnixWare und OpenServer aus der Produktübernahme von SCO an.

Corel Linux / xandros

Corel Linux OS basiert auf der Debian Distribution die weltweit großen Zuspruch gefunden hat. Im August 2001 wurde die Linux Sparte von Corel an das Startup Unternehmen Xandros inklusive der Entwickler veräussert. Xandros hat seinen Hauptsitz in Ottawa, Canada. Noch in diesem Jahr (2002) will Xandros das Xandros Desktop OS 1.0 in einer Standard, Deluxe sowie Server Version veröffentlichen. Besonderheit gegenüber anderen Distributionen ist das integrierte CroßOver Office, eine spezielle Anpassung vom Wine Projekt für die Ausführung von etwa Microsoft Office 97/2000. Der Xandros Professional Desktop 4.0 erschien im November 2006. Das Standard-Dateisystem ist jetzt ext3, mit CrossOver lässt sich Microsoft Office benutzen, aktualisiert wurden die Programme OpenOffice 2.0.3, Firefox 2.0 und es gibt das Suchtool Beagle.




Screenshots

Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 1Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 2Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 3Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 4
Linux Kernel 2.6 Kernel QuelldateienLinux Kernel 2.6 mit "make xconfig" grafisch konfigurieren (1)Linux Kernel 2.6 mit "make xconfig" grafisch konfigurieren (2)Linux Kernel 2.6 mit "make config" textbasierend konfigurieren
Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 5Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 6Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 7Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 8
Lycoris b75 - Optionen zum verlassenb75 - root Verzeichnisseb75 - Multimedia Symbole und Bildansichtb75 - Datenträger Verzeichnis
Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 9Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 10Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 11Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 12
b75 - Mozilla Browser, mit Internet über Modem verbundenb75 - Software Verwaltungb75 - Systemsteuerungb75 - Desktop und Einstellungen
Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 13Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 14Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 15Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 16
b75 - Erweiterte Einstellungenb75 - Service/Daemon Verwaltungb75 - Internet&Netzwerk Einstellungenb75 - Listenansicht im Konqueror Dateimanager
Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 17Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 18Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 19Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 20
DSL 2.1b - Boot BildschirmDSL - DesktopDSL - Firefox BrowserDSL - Shell mit Root Verzeichnis und Version
Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 21Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 22Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 23Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 24
SymphonyOS Beta1 - Boot PromptSymphonyOS Beta1 - Mezzo Desktop und Shell mit VersionSymphonyOS Beta1 - Computer EinstellungenSymphonyOS Beta1 - Firefox Browser
Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 25Linux Kernel Betriebssystem Screenshot 26
SymphonyOS Beta1 - ProgrammauswahlLinux Kernelstruktur

Versionen

Datum - Version
1991 Sept. - Freax 0.01 - benötigt noch Minix und speziellen gcc Kompiler, 230kb Source Code, inkl. Skripten und Header Dateien, minimale Version, mit Floppy-, Keyboard und Serial-Treiber, ext Dateisystem, 386-CPU Unterstützung, Unix-Shell bash
1991 Sept. - Freax 0.02 - bash und gcc wurden von MINIX portiert, benötigt 4 MByte RAM für das kompilieren von Software
1991 Okt. - Freax 0.03 - kleiner Anwenderkreis, gcc kann sich selbst auf Linux kompilieren, benötigt nur noch 2 MByte RAM für das kompilieren von Software
1991 Nov. - Freax 0.11 - internationales Entwickler Team, erster Festplatten-Treiber, mkfs/fsck/fdisk Programm, Hercules/MDA/CGA/EGA/VGA Grafik, US/German/French/Finnish Keyboard, Piepende Console, Linux ist jetzt eine eigene Entwicklungsumgebung
1992 Jan. - Freax 0.12 - erstmals Page-to-Disk Funktion eingebaut, Linux wird unter die GPL gestellt, Virtual Memory, Disk-Caching, POSIX Job-Control, mehrere Personen beteiligen sich an Programmierung, Multi-Threading Dateisystem,
1992 April - Linux 0.96 - Programmierer und Benutzer Zahl steigt an, X-Window System vom MIT wird erstmals eingesetzt
1994 März - Linux 1.0 - 4.500 KByte Source Code, inkl. Skripten und Header Dateien, mehr als 170.000 Zeilen Quellcode, ca. 100 Entwickler, ca. 100.000 Anwender, erste SCSI und Sound Treiber, erstmals netzwerkfähig, ext2 Dateisystem
1995 März - Linux 1.2 - 250.000 Zeilen Quellcode, etwa 50% davon sind Hardwaretreiber, Portierung auf Alpha-, Mips-, und SPARC-CPUs, erweiterte Netzwerkfunktionen wie IP-Forwarding und NFS, IPX, AppleTalk
1996 Juni - Linux 2.0 - 20.300 KByte Source Code, inkl. Skripten und Header Dateien, ca. 800.000 Zeilen Quellcode, Portierung auf m68k und PowerPC CPUs, Multiprozessorfähig bis 16 CPUs (experimentell), Symbolfigur "Tux der Pinguin" wird geboren
1997 April - Linux 2.1.32 - Torvalds lässt nach Rechts-Streit Linux als Warenzeichen registrieren
1999 Jan. - Linux 2.2.0 - 269 Entwickler arbeiten an Linux, ca. 10 Millionen Anwender, verbesserte SMP Unterstützung, hat als erstes Betriebssystem IPv6 Unterstützung, breite Softwareunterstützung durch Firmen, StarOffice, Netscape
2000 Juni - Linux 2.2.16 -
2001 Jan. - Linux Kernel 2.0.39 Release, enthält Bugfixes für Sicherheitslücken
2001 Jan. - Linux 2.4.0 - 375 Entwickler arbeiten an Linux, ca. 15 Millionen Anwender, läuft auf insgesamt 13 Hardware-Plattformenbessere Netzwerkunterstützung, bessere Performance in der Speicherverwaltung, verbesserte Hardware Unterstützung
2003 März - Linux Kernel 2.2.25 Release
2003 Juni - Linux 2.4.21 - Kernel 2.4.20 zu 2.4.21 : 1738 Code Änderungen
2003 Dez. - Linux Kernel 2.6.0 Release, optimiert für große Datenspeicher und hohen Datendurchsatz, TCP/IP optimiert, bessere Speicherverwaltung und Prozess-Scheduler, Verbesserung des Threadings, verbesserte Advanced Linux Sound Architecture (ALSA), enthält Security-Enhanced Linux (SELinux)
2004 Feb. - Linux Kernel 2.0.40 Release
2004 Feb. - Linux Kernel 2.2.26 Release, enthält Bugfixes für Sicherheitslücken, letztes 2.2 Release
2004 März - Linux Kernel 2.6.4
2004 April - Linux Kernel 2.4.26
2004 Aug. - Linux Kernel 2.6.8
2004 Nov. - Linux Kernel 2.4.28
2005 März - Linux Kernel 2.6.11
2005 April - Linux Kernel 2.4.30
2005 Juni - Linux Kernel 2.6.12
2005 Okt. - Linux Kernel 2.6.14
2005 Nov. - Linux Kernel 2.4.32
2006 März - Linux Kernel 2.6.16
2006 Sept. - Linux Kernel 2.6.18
2006 Dez. - Linux Kernel 2.4.34
2007 Feb. - Linux Kernel 2.6.20
2007 Juli - Linux Kernel 2.6.22

Weblinks

[ Damn Small Linux ][ GNU ][ Linux Kernel ][ linuxbase ][ OSDL ][ turbolinux ][ www.asplinux.org ][ www.faumachine.org ][ www.libranet.com ][ www.lycoris.com ][ www.terrasoftsolutions.com ][ www.transmeta.com ][ www.unitedlinux.com ][ www.xandros.com ]