Windows Server 2016 - Betriebssystem

1118 Wörter [ 19 Screenshots ] [ 2 Versionen ] [ 3 Weblinks ] - Aktualisiert: 2016-10-17 Seite erstellt: 2016-09-27 [SB]



Windows Server 2016

Windows Server 2016 Screenshot Microsoft hat das neue Server Betriebssystem für Unternehmensanwendungen verstärkt für die Themen Sicherheit, Cloud-Umgebungen, Leistungsfähigkeit und Virtualisierung entwickelt. Die Windows Kommandozeile wurde mit PowerShell 5.1 aktualisiert. Für die Remote Desktop Verwaltung gibt es Verbesserungen und Optimierungen in der Komprimierung von Grafiken mit RDP. Die verwendete Bandbreite konnte so reduziert werden und eignet sich auch für die Übertragung von hohen Bildschirmauflösungen.

Es ist einzig als 64-bit Betriebssystem verfügbar und enthält Windows Azure Technologie für Cloud Computing. Mit der nativen Unterstützung von Docker-Containern können virtuelle Instanzen besonders einfach auf andere Computer übertragen werden. Diese Möglichkeit ist zunächst auf Windows Instanzen beschränkt.

Das Network File System wird in der aktuellen Version 4.1 unterstützt, SMB mit der Version 3.1.1. Netzwerke betreffend gibt es Optimierungen im Bereich des Network Controller, Software Load Balancer und der Distributed Firewall.


Editionen von Windows Server 2016


Das neue Server Betriebssystem gibt es in den folgenden Varianten. Die Standard und Datacenter Edition können als Server Core ohne Benutzeroberfläche (Empfehlung), als Server mit Benutzeroberfläche (Desktop Experience) oder als minimalistischer Nano Server werden.

Windows Server 2016 Essentials
- Ausgelegt für kleine Unternehmen mit bis zu 25 Anwendern und 50 Geräten
- Kostengünstige Lösung

Windows Server 2016 Standard
- Geeignet für virtualisierte oder minimalisierte Umgebungen
- Enthält den Nano-Server
- Lizenz erlaubt maximal zwei Betriebssystem-Instanzen und Hyper-V Container
- Bedienoberfläche (Desktop Experience) ist optional

Windows Storage Server 2016
- Für Anbieter von Hardware und Software Speicherlösungen wie z.B. NAS
- Workgroup Edition für 1 Prozessor, maximal 250 SMB Verbindungen, 32 GByte RAM, 50 Anwender und 6 Festplatten
- Standard Edition bis 2 Prozessoren, keine Begrenzung für die Anzahl der gleichzeitigen SMB Verbindungen, RAM, Anwender und Festplatten

Windows Server 2016 Datacenter
- Speziell für Datenzentren mit Schwerpunkt auf Virtualisierung und Cloud-Umgebungen geeignet
- Lizenz erlaubt beliebig viele Betriebssystem-Instanzen und Hyper-V Container
- Installation mit oder ohne Bedienoberfläche (Desktop Experience) möglich

Windows Server 2016 MultiPoint Premium Server
- Ausschließlich für die akademische Nutzung gedacht
- Mehrere Anwender können sich einen Computer teilen

Microsoft Hyper-V Server 2016
- Kostenlos, nur für die Virtualisierung geeignet


Hardware für Windows Server 2016


Die Mindestvoraussetzungen für das neue Betriebssystem benennt Microsoft mit 1,4 GHz 64-bit Prozessor inklusive der Features NX, DEP, CMPXCHG16b, LAHF/SAHF, PrefetchW sowie Second Level Address Translation (EPT oder NPT). Die Anforderungen an den Arbeitsspeicher sind 512 MByte RAM mit ECC oder vergleichbarem Feature für den Nano Server und 2 GByte RAM für die Installation als Server mit Benutzeroberfläche (Desktop Experience). 32 GByte freier Speicherplatz auf der Festplatte wird als absolutes Minimum vorausgesetzt und ist nicht für alle Anwendungsszenarien ausreichend.

Weiterhin wird ein UEFI 2.3.1.c Computer mit Secure Boot und eine Grafikkarte sowie ein Monitor mit Super VGA Unterstützung mit einer Auflösung von 1024x768 Pixel. Das Trusted Platform Module 2.0 wird für bestimmte Funktionen wie die BitLocker Drive Encryption benötigt.


Nano Server


Der Nano Server ist eine neue, schlanke Installationsoption des Windows Server 2016. Er eignet sich besonders für Cloud-Umgebungen und als Anwendungsplattform bei der Programme in einer Gast VM oder in einem Container laufen. Durch den Wegfall der grafischen Oberfläche und die Fokusierung auf die wichtigsten Dienste der gewählten Server-Rolle veringert sich die Angriffsfläche und das Ausfallrisiko. Positiv soll sich das auch auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Der Aufwand für Updates und geplante Neustarts wird minimiert.

Es kann zwischen den Nano Server-Rollen Hyper-V, Storage, DNS Server und IIS 10.0 Server gewählt werden. Optionale Features sind Container Unterstützung, Microsoft Windows Defender, Clustering, Desired State Configuration (DSC) und Shielded Virtual Machines Unterstützung.

Der Nano Server lässt sich nur Remote über die PowerShell, Microsoft Management Console (MMC) snap-ins oder die neuen Cloud-Dienste Server Management Tools administrieren.


Sicherheitsfunktionen

Im Vergleich zum Vorgänger Windows Server 2012 R2 gibt es mit dem neuen Windows Server 2016 die folgenden neuen Sicherheitsmaßnahmen um Angriffe abzuwehren.

Shielded Virtual Machines Nur für Windows Server 2016 Datacenter.
Credential Guard Neue Identitätsverwaltung mit Priviliegien um administrative Zugriffe zu begrenzen.
Code Integrity (Device Guard) Schützt vor unbekannten Schwachstellen.
Host Guardian Service
Control Flow Guard
Windows Defender Schutz vor Malware, Bedienoberfläche ist optional installierbar.
Distributed Firewall Nur für Windows Server 2016 Datacenter.
Device Health Attestation Service Erlaubt Mobile Device Management (MDM), erfüllt das Gerät bestimmte Richtlinien wird der Zugriff auf das Netzwerk, Dienste oder Anwendungen erlaubt oder verweigert.
Virtual Secure Mode (VSM) Geschützte Umgebung zur Isolation vom laufenden Betriebssystem, wird von Code Integrity zum Schutz des Kernelcodes, des Credential Guard und Shielded VMs für die virtuelle TPM-Implementierung verwendet
SMB 3.1.1 Security Improvements Enthält Pre-Authentication Integrity Überprüfung und SMB Verschlüsselung mit AES-128 damit niemand die Verbindung manipulieren kann.


Speicherplatz Verwaltung

Seit dem vorherigen Server Betriebssystem Windows Server 2012 R2 sind in dem neuen Windows Server 2016 diese Storage Features hinzugekommen. Das Resilient File System (ReFS) ist jetzt das bevorzugte Dateisyste für Datenpartitionen.

Storage Spaces Direct Einfache Verwaltung von virtuellem Speicherplatz mit gesteigerter Ausfallsicherheit. Hat einen eigenen Health Service um die Überwachung zu vereinfachen. Nur für Windows Server 2016 Datacenter verfügbar.
Storage Replica Schützt Daten in Clustern. Nur für Windows Server 2016 Datacenter.
Storage Resiliency Schützt VMs vor vorübergehenden Speicherfehlern und pausiert diese bis der Datenträger wieder verfügbar ist.
Cluster Rolling Upgrade


Virtualisierung mit Hyper-V

Hyper-V als Supervisor unterstützt als Gast VM verschiedene Windows Versionen, Linux-Distributionen und FreeBSD. Dazu zählen im einzelnen Red Hat Linux, CentOS, Oracle Linux, Debian GNU/Linux, SUSE Linux Enterprise Server und Ubuntu. Mit den Linux Integration Services (LIS) oder FreeBSD Integration Services (BIS) wird die Integration, Verwaltung und Leistungsfähigkeit in der virtuellen Umgebung erheblich gesteigert. Die virtualisierten Umgebungen lassen sich vollständig zentral und über die Power Shell konfigurieren.

Im Vergleich mit der Virtualisierung im Vorgänger Windows Server 2012 R2 sind die folgenden Features neu hinzugekommen.

Hyper-V Support für Nano Server
Windows Containers
Virtual Secure Mode (VSM)
Virtual Machine Resiliency
Production Checkpoints
Virtual machine configuration version
Windows PowerShell Direct
Hyper-V Sockets


Virtualisierung mit Docker

Die Firmen Microsoft und Docker Inc. sind Vertragspartner um die Container Technologie direkt im neuen Windows Server 2016 zu integrieren. In der Anwendungsentwicklung werden die virtuellen Umgebungen häufig eingesetzt um Anwendungen zu virtualisieren und einfach zu migrieren. Seine Stärken liegen auch in der schnellen Bereitstellung von sicheren Clouddiensten und Webservern.

Windows Server Container
Hyper-V Container
Docker Engine for Windows
Emulated Domain Join
Nano Server Developer Experience


Windows Server 2016 wurde am 13. Oktober 2016 offiziell veröffentlicht. Am 26. September 2016 hatte Microsoft bereits eine Testversion auf der Microsoft Website zum Download bereitgestellt (14393.0.160715-1616.RS1_RELEASE_SERVER_EVAL_X64FRE_EN-US.ISO).



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Versionen

Datum - Version
2016 Sept. 26 - Windows Server 2016, Evaluation Edition, Version 10.0.14393
2016 Okt. 13 - Windows Server 2016, Finale Version