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Microsoft hat ab 1981 mit MS-DOS 1.0 begonnen, Betriebssysteme für Computer zu entwickeln. Ein Jahr vorher hatte Microsoft zwar an dem Unix-verwandten Betriebssystem XENIX OS für verschiedene Rechnerplattformen mitgearbeitet, 1984 wurde dieser Bereich aber an SCO abgegeben. Mit Windows 1.0 kam 1985 neben DOS eine zweite Produktlinie hinzu, die für Consumer (Home Edition) zunächst im Einzelplatz und später mit Netzwerkunterstützung gedacht war.Die dritte Produktlinie wurde 1987 mit MS-OS/2 1.0 begonnen. Die Professional Edition war für Serveranwendungen und Netzwerkclients konzipiert. Im Februar 1989 begann die Entwicklung von Windows NT (NT = New Technology), im Juli 1993 wurde die erste Version mit Windows NT 3.1 veröffentlicht. Bis zu 200 Entwickler hatten daran mitgewirkt um die ca. 6 Millionen Codezeilen zu programmieren. Während MS-DOS überwiegend in Assembler programmiert wurde, besteht Windows NT auch aus Quellcode der Programmiersprache C. An dem Betriebssystem Windows NT 3.51 waren bis zu 450 Entwickler beteiligt, das Release war im Mai 1995. An dem Nachfolger Windows NT 4.0 arbeiteten bis zum Release im Juli 1996 zu Spitzenzeiten 800 Entwickler. Windows 2000 war das darauf folgende anspruchsvolle Projekt, bis zu 1.400 Entwickler arbeiteten an den 29 Millionen Codezeilen. Die Entwicklungskosten beliefen sich auf etwa 1 Milliarde Dollar. Für den Windows Server 2003 Markt Release im April 2003 arbeiteten insgesamt 5.000 Entwickler an den 50 Millionen Codezeilen in Assembler, C und C++. Die Entwicklung von Betriebssystem-Versionen für die MIPS, PowerPC und Alpha Architektur wurden bis zur Marktreife von Windows 2000 nach und nach eingestellt. Dies hing auch mit der mangelnden Treiber- und Software-Unterstützung dieser Plattformen zusammen.
Mit Windows CE 1.0 kam 1996 eine neue Produktlinie für Kleinstgeräte (PDAs) hinzu.
Die Spaltung in Consumer- und Business- Windows soll mit Windows XP (alias Whistler) wieder zusammengeführt und in dieser Linie fortgesetzt werden. Damit entfällt erstmals die Voraussetzung von MS-DOS, das selbst Windows 95 bis ME für den Systemstart benötigen. Gleich bei allen Windows-Versionen ist bisher die Laufwerkskennzeichnung mit den Buchstaben [A-Z] wodurch die maximal verwaltbare Anzahl auf 26 begrenzt ist, Netzwerklaufwerke ausgenommen.
Treibermodelle
MS-DOS enthält einfachste Hardwaretreiber für den Zugriff auf Festplatten, Floppy, Dateisystem, serielle und parallele Schnittstellen, die aber seit langem nicht mehr dem wahren Funktionsumfang von angeschlossener Hardware entspricht. Als Beispiel lassen sich Farbdrucker aufzählen, die zwar per Kommandobefehl den gesendeten Text ausgeben aber nicht in der Qualität oder Farbe steuerbar sind. Hardwaretreiber lassen sich nur statisch einbinden und sind auch ohne Einsatz bis zum Neustart aktiv.- nur 16Bit Real-Mode Treiber
- kennt nur direkten Hardware-Zugriff (bedingt durch Single Tasking System)
Mit Windows 3.x wurden erstmals einheitliche Schnittstellen für Anwendungen und Treiber bereitgestellt. Treiberformate von Windows 3.x sind .386, .drv und .dll Dateien.
Unter Windows 95 bis ME sind zum großen Teil Treiber aus Windows 3.11 weiterhin einsetzbar, allerdings verlangsamt der Zugriff auf die 16Bit Treiber durch die häufigen Wechsel zwischen Real-Mode in den Protected-Mode für 32-Bit Treiber das System.
Neu hinzu kam das Treiberformat .vxd, die vollständig im Protected-Mode laufen, auch das dynamische Laden bei Anforderung ist je nach Treiber Typ möglich. Neue Funktion für Windows ist die Plug&Play Unterstützung von Hardwaregeräten, Standard Treiber liegen dem Betriebssystem bei. Das WDM Treibermodell sorgt für die Vereinheitlichung von Treibern für Windows 98 und nachfolgende Betriebssysteme, allerdings bisher nur für Geräte am USB oder Firewire Kanal.
Windows NT ermöglicht die Einstellung von Geräte Diensten, wahlweise mit manuellen oder automatischen Start oder der gänzlichen Deaktivierung des Dienstes. Als eigenes Treiberformat ist ab Windows NT .vdd (Virtual Device Driver's) verfügbar. Die Treiber befinden sich je nach Typ vom Betriebssystemkern abgeschirmt im User-Mode, im Kernel-Mode mit direktem Hardwarezugriff oder auch als virtuelle Gerätetreiber (VDD) vor.
2006 soll Windows Vista mit dem Codenamen "Longhorn" erhältlich sein. Auf Modulbasis soll es im Kern für alle Windows Versionen gleich sein und je nach Edition um spezifische Module erweitert werden- je nach Einsatz, Sprache und Hardware.
Seite erstellt: 2004-04-03 [SB]
Letztes Update: 2008-03-03
Letztes Update: 2008-03-03
Versionen
| Datum | Version |
|---|---|
| 1981 Sept. | Interface Manager |
| 1983 | Windows wird erstmals vorgestellt |
| 1985 Nov. | Windows 1.0 für 8088 CPUs |
| 1987 Dez. | Windows 2.0 für 386 CPUs bis zu 16 MByte RAM adressierbar |
| 1988/89 | Windows 2.1 für 286/386 |
| 1990 | Windows 3.0 |
| 1992 April | 3.1 (janus) inkl. MS-DOS 5.0 |
| 1993 Nov. | Windows for Workgroups 3.11 (snowball) rudimentär netzwerkfähig |
| 1995 Aug. | Windows 95 4.0 Codename "Chicago" wurde veröffentlicht |
| 1996 Feb. | Windows 95 Version A (OSR1) |
| 1996 Aug. | Windows 95 (detroit) Version B (OSR2) erstmals FAT-32 Unterstützung |
| 1997 April | Windows 95 Version B (OSR2.1) |
| 1997 Nov. | Windows 95 Version C (OSR2.5) |
| 1998 Jun. | Windows 98 (memphis) ca. 5.000 Bugs behoben |
| 1999 Mai | Windows 98 SE (Second Edition) |
| 2000 Sept. | Windows Me (Millenium) |
| 1980 Aug. | XENIX OS Koproduktion mit SCO |
| 1982 Feb. | XENIX 2.3 Koproduktion mit SCO |
| 1983 April | XENIX 3.0 Koproduktion mit SCO |
| 1987 | MS OS/2 1.0 Koproduktion mit IBM |
| 1988 | OS/2 1.1 Koproduktion mit IBM |
| 1991 | OS/2 1.3 Koproduktion mit IBM |
| 1992 | OS/2 2.0 Koproduktion mit IBM |
| 1993 Juli | Windows NT 3.1 und Advanced Server; 3,1 Millionen Codezeilen |
| 1994 Sept. | Windows NT 3.5 (daytona), Workstation und Server, Codenamen "Daytona" mit OpenGL, Netware Client; 9 Millionen Codezeilen |
| 1995 Mai | Windows NT 3.51 unterstützt HPFS, auch für Power-PCs verfügbar, transparente Kompression im NTFS-Dateisystem, PCMCIA-Support, auch für PowerPC Architektur |
| 1996 Aug. | Windows NT 4.0 (cairo) 16 Millionen Codezeilen |
| 1996 | Windows NT Terminal Server Edition (hydra) |
| 1997 | Windows NT Server 4.0 Enterprise Edition |
| 1998 | Windows NT Server 4.0 Terminal Server Edition |
| 2000 Feb. | Windows 2000, Windows Version 5.0; 30 Millionen Codezeilen,ca. 10.000 Bugs behoben |
| 2000 Sept. | 2000 Datacenter Server |
| 2001 Okt. | Windows XP (whistler), Windows Version 5.1 |
| 2002 | Windows XP Media Center Edition, Windows XP Tablet PC Edition |
| 2003 April | Windows Server 2003 Version 5.2 (whistler server) |
| 2006 Juni | Windows Compute Cluster Server 2003 (Windows CCS 2003) |
| 2006 | Windows Vista, Windows Version 6.0, Codename Longhorn (Client) |
| 2008 Feb. | Windows Server 2008 (Codename Longhorn) |
| 2007 Juli | Windows Home Server 1.0 |
| 2010 | Windows Codename Vienna, Windows Version 7.0 |
Comments
Tobi
07 May 2008, 18:19
07 May 2008, 18:19
vielleicht sollte man die mal ordnen
Johannes Wotzka
24 Feb 2008, 12:52
24 Feb 2008, 12:52
Vielleicht wäre es angebracht, in die Versionstabelle unten einzufügen, dass Windows 98 im Gegensatz zu 95 ein 32-Bit System war.
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