694 Wörter [ 11 Screenshots ] [ 16 Versionen ] Seite erstellt: 2001-10-02 [SB] - aktualisiert: 2010-02-14
Windows CE
Windows CE basiert auf Windows 95 mit der gewohnten Oberfläche und wurde für Kleinstcomputer angepasst. Entwickelt unter dem Codenamen Pegasus begann die Entwicklung 1995 an diesem Betriebssystem. Speziell auf Kleinstcomputer ausgelegt, steht das Kürzel CE daher für ,,Compact Edtion``. Diese Kleinstcomputer werden als Handheld PC oder auch Personal Digital Assistant (PDA) bezeichnet. Die erste Version von Windows CE setzt als Mindestvoraussetzung 4 MByte ROM, 2 MByte RAM und einen Prozessor der SuperH3, MIPS 3000 oder MIPS 4000 Architektur voraus. Eines der ersten Geräte für Windows CE 1.0 war das HP 300 LX welches am 16. November 1996 auf den Markt kam. Das Betriebssytem ist nicht separat erwerbbar sondern stets an das ausgelieferte Gerät des Hardwareherstellern gebunden. Die Auflösung des Touchscreen beträgt 640x240 pixel und entspricht damit der halben VGA-Auflösung. Für die Synchronisierung von Daten zwischen mobilen Gerät und Desktop Computer wird die Software ,,Handheld PC Explorer`` verwendet.
Anwendungsgebiet
- Für Handhelds und ähnliche mobile Geräte
- Datenaustausch zwischen Fest- und Mobilgerät
- Mobil Termine, Aufgaben und Kontakte verwalten
Strukturinformationen
- Monolithischer Kernel
Systemumgebung
- 32-Bit Betriebssystem
- SH3, MIPS 39xx und 4xxx, 486, Pentium, Motorola, PowerPC, ARM/Strong ARM
Besonderheiten
- Stromsparendes System für mobile Handheld- und Palmtop Computer
- komplexer Aufbau
- komplexe Anwendungen
Windows CE 2.0 kam im Oktober 1997 mit den ersten Geräten auf den Markt. Das Betriebssystem kann jetzt durch die Gerätehersteller selbst für die Geräte modular zusammengestellt werden. TrueType Schriftarten verbessern die Darstellung von Zeichen auf dem Display die jetzt mit einer Auflösung von 640x480 pixel in voller VGA-Auflösung mit 24-Bit Farbtiefe verfügbar sind. Der verwaltbare Arbeitsspeicher kann nun bis zu 4 MByte betragen. Die Software ,,Handheld PC Explorer`` heisst von nun an ActiveSync.
Das Update Windows CE 2.10 im Juli 1998 ermöglichte erstmals die Verwendung von TCP/IP und das Dateisystem FAT32. Mit dem modularen Dateisystem Wrapper können bis zu 256 verschiedene Dateisysteme eingebunden werden. Der RAM kann jetzt bis zu 16 MByte betragen. Der neue Command Line Processor ermöglicht in diesem Release erstmals die Verwendung von Befehlen ohne grafische Oberfläche. Ein Infrarot-Port und USB Controller vergrößert den Anwendungsbereich.
Windows CE 3.0 ist nur noch für ARM CPUs verfügbar. Als Neuerung wurde die Bluetooth Unterstützung eingeführt.
Pocket PC 2003 bzw. Windows Mobile 2003 besitzt einen Real-Time Kernel und basiert auf dem Windows CE .NET 4.2 Kernel. Die Features der XScale CPU sind jetzt vollständig nutzbar und verwendet nun auch die erweiterten Befehle der ARM v5-Architektur. Der Pocket Media-Player kann jetzt Videos im Windows-Media-9 Format abspielen. Es wurde ein WLAN-Stack hinzugefügt und die Einstellung der Verbindungen vereinfacht.
Windows Mobile 2003 SE vom 25. März 2004 für Pocket PCs kann jetzt den Display-Inhalt vom Hoch- auf das Querformat umschalten und bis zu 480 × 640 pixel darstellen. Das Start-Menü wurde leicht angepasst und die Zeichenerkennung Transcriber für Handschriften ist jetzt mit Shortcuts steuerbar. Der Internet Explorer konvertiert Web-Seiten in ein für kleinere Displays besser darstellbares Format um.
Windows Mobile 5.0 wurde am 5. Mai 2005 fertig gestellt. Eingesetzt wird es in Pocket PCs, Smartphones und kompakten Media Playern. Wichtige Neuerungen in diesem Release sind die Unterstützung von Persistant Storage um einem Datenverlust bei leerer Batterie vorzubeugen sowie das überarbeitete Mobile Office mit Word, Excel und PowerPoint. Aktualisiert wurden der Windows Media Player auf Version 10 und die Synchronisations-Software ActiveSync auf die Version 4.0. Mit Direct3Dmobile steht eine neue API für vereinfachte Programmierung von 3D-Anwendungen und Spielen für PDAs zur Verfügung.
Windows CE 6 wurde 2006 vorgestellt. Das Betriebssystem bietet eine überarbeitete Kernel-Architektur, es können bis zu 32.000 parallele Prozesse ausgeführt werden. Für jeden Prozess ist ein virtueller Adressraum von 2 GByte möglich. Die Multimedia Fähigkeiten sind ausgebaut worden und unterstützten jetzt z.B. HD-DVD, DVD (MPEG-2), UDF 2.5, Multi-Kanal Audio und vieles mehr. Die Kompatibilität zu bestehenden Windows CE Anwendungen und Treibern wurde beibehalten.
Microsoft stellte zur ,,CTIA Wireless" im April 2008 Windows Mobile 6.1 vor. Das neue Release soll schnelleren Zugriff auf Nachrichten wie SMS und Emails bieten und einfacher zu konfigurieren sein. Der integrierte Webbrowser unterstützt nun Adobes Flash, Microsoft Silverlight und dem Video-Codec H.264. Die Unterstützung für Smartphones wurde verbessert.
| Datum | Version |
|---|---|
| 1996 Sept. | Windows CE 1.0, Codename Pegasus |
| 1996 April | Windows CE 1.1 |
| 1997 Okt. | Windows CE 2.0 |
| 1998 Juli | Windows CE 2.10 |
| 2000 April | Windows CE 3.0, Pocket PC 2000, Codename Rapier |
| 2001 Okt. | Windows CE 3.0, Pocket PC 2002, Codename Merlin |
| 2002 Jan. | Windows CE 4.0 Net |
| 2002 Juni | Windows CE 4.1 Net |
| 2003 April | Windows CE 4.2, Windows Mobile 2003, Codename Ozone |
| 2004 März | Windows Mobile 2003 Second Edition |
| 2005 Mai | Windows Mobile 5.0, RTM |
| 2006 | Windows Mobile 5.0 Second Edition |
| 2007 Feb. | Windows Mobile 6.0 |
| 2008 April | Windows Mobile 6.1 |
| 2009 Mai | Windows Mobile 6.5 |
| 2010 | Windows Mobile 7 |










