SCO Firma

1080 Wörter [ 2 Bilder ] [ 3 Weblinks ] - Aktualisiert: 2016-10-16 Seite erstellt: 2001-09-19 [SB]



SCO Firmengeschichte

Website 2007 SCO (Santa Cruz Operation) wurde 1979 von den Brüdern Doug und Larry Michels gegründet, die das Unix Derivat SCO Unix für Intel Computer entwickelten. 1993 ging das Unternehmen unter dem Kürzel SCOC an die Börse. Am 20.09.1995 kaufte SCO alle Rechte am AT&T UNIX Quellcode sowie UnixWare 2 von Novell, die zuvor wiederum von AT&T den UNIX Quellcode sowie die Technologie und Rechte an dem Betriebssystem UnixWare erwarben. Novell übernimmt etwa 17 % der SCO Aktien, SCO lizenziert im Gegenzug die Netzwertktechnik von Novell und HP entwickelt eine 64-Bit Version von Unix.

1999 besaß SCO Verkaufsstellen in etwa 80 Ländern. Auf dem "Forum 2000" gab SCO das nächste Vorhaben nach dem Verkauf des Unix-Geschäfts an die Linux Firma Caldera bekannt. Der übrige Unternehmensteil von SCO benennt sich in Tarantella Inc. um. Damit ist der Geschäftsbereich jetzt auf die Entwicklung und den Vertrieb der gleichnamigen Web-Middleware Tarantella ausgerichtet. Caldera firmierte die UnixWare und Openserver Betriebssysteme (inkl. der Rechte) in die SCO Group um. Caldera erwirbt durch die Übernahme alle Rechte am Betriebssystem UnixWare und den zugehörigen Anwendungen, einziges Vertriebsrecht für das ältere System Open Server einbegriffen. SCO sicherte sich allerdings die Lizenzeinnahmen die weiterhin in die verbliebene Tarantella Division fliessen. Etwa 800 Mitarbeiter von SCO sollen mit zu Caldera Inc. wechseln. Als Kaufpreis wurden sieben Millionen Dollar in bar sowie 28 Prozent der Aktien, nämlich rund 17,5 Millionen Anteilscheine, davon zwei Millionen aus einer Reserve für Mitarbeiteroptionen. Ausserdem hat sich der Caldera-Investor "The Canopy Group" bereit erklärt, SCO weitere 18 Millionen Dollar zu leihen.

Caldera plant die Offenlegung des Quellcodes von UnixWare. Allerdings gelten für Teile davon immer noch die Urheberrechte von AT&T, Novell, Tandem, Compaq und SCO. Der Zeitpunkt dafür steht deshalb bis zur Klärung noch nicht fest. Aktuell (Juli 2003) ist der SCO OpenServer 5.0.7 mit erweitertem Hardware Support und USB 2.0 Unterstützung.

Im März 2003 verklagte die SCO Group die Firma IBM auf 3 Milliarden Dollar Schadenersatz wegen Verletzung von geistigem Eigentum aus dem ehemaligen gemeinsamen Projekt Monterey. Es geht genauer darum, dass SCO grundlegende Rechte am Unix Quellcode besitzt und da Linux auf der Unix Architektur und APIs nutzt eigene Copyright-Ansprüche verletzt werden. SCO wolle das mittels Beweisen im Quellcodetransfer zwischen Unix und Linux nachweisen. Im August 2003 antwortete IBM mit einer Gegenklage mit der Begründung, SCO habe durch die eigene Linux Distribution die GPL verletzt und eventuelle Copyright-Ansprüche dadurch verwirkt. SCO hatte für die Nutzung von Linux Lizenzgebühren verlangt was die GPL verbietet.

Mehrere Firmen wurden in diesen Gerichtsprozess als Kläger bzw. Angeklagte einbezogen. Die gerichtliche Auseinandersetzung dauert inzwischen über 3 Jahre ohne entscheidendes Urteil an.

Softwaretitel


- SCO OpenDesktop 3.0
- SCO Linux 4.0 Client&Server, LSB 1.2, Kernel 2.4.19 (Jan. 2003)
- Tarantella
- UnixWare
- Open Server (mit Java™ Virtual Machine)
- Enterprise System, Host System, Internet FastStart System, Desktop System

Firmenentwicklung


Kurzinfo 1979 - 1986

1979 SCO wird von Doug und Larry Michels gegründet, um UNIX® zu portieren und Consulting anzubieten.

1983 SCO liefert das erste UNIX System (SCO XENIX System V genannt) für Intel 8086 und 8088 CPUs aus. Es ermöglicht den zuverlässigen Einsatz in Unternehmen und ist ebenso für Unternehmens-kritische Anwendungen ausgelegt.

1984 SCO baut sich ein Zwei-Wege Vertriebs-Model auf, um weltweit seine Betriebssysteme anbieten zu können. SCO arbeitet dazu mit dem Softwarevertrieb, Wiederverkäufern, Anwendungsentwicklern und Computer-Herstellern zusammen um den Markt für Intel CPU Systeme mit ihrer SCO Server Software zu bedienen.

1985 SCO liefert SCO XENIX 286 für Intel CPU 80286 Systeme aus. SCO XENIX 286 ist kompatibel zu älteren Anwendungen der Vorversionen.

1986 SCO erwirbt Teile von Logica Ltd. in England, das erste europäische Hauptquartier wird geschaffen.

Kurzinfo 1987
SCO ist Gastgeber für den "386 Gipfel" in San Francisco, dem ersten Treffen der Computer Hersteller und Software Entwickler um Einblicke in die neue Era des 32-bit Geschäfts-Computing auf der Intel Plattform zu erhalten. Im selben Jahr bringt SCO XENIX 386, das erste Unix und 32-bit Betriebssystem für x86 Systeme mit GUI heraus.

Kurzinfo 1989
SCO veröffentlicht SCO UNIX System V/386, das erste Produkt welches von AT&T lizensiert wurde um das UNIX System Warenzeichen zu nutzen. Ebenso wird der SCO Open Desktop® herausgebracht.

Kurzinfo 1990 - 1996
SCO erwirbt HCR, Gründung einer Niederlassung von SCO in Canada. SCO liefert SCO MPX™ aus, das erste Softwarepaket für die neue Intel Multiprozessor Architektur.

1992 SCO veröffentlicht die SCO OpenServer Familie des Betriebssystems. Ebenso wird SCO Version 4 (Unix System V Release 3.2) für Rechner mit 386er oder 486er CPU von Intel herausgebracht. Die Multiprozessor-Erweiterung SCO MPG erlaubt nun die Nutzung von bis zu 30 CPUs in einem System.

1993 SCO übernimmt IXI Limited, ein etabliertes Entwicklungszentrum.

1994 SCO erwirbt Visionware

1995 SCO liefert den ersten kommerziellen Web Browser IXI Mosaic der von NCSA lizensiert wurde. SCO erwirbt die UNIX Technologie von Novell und übernimmt ebenfalls das UnixWare 2 Betriebssystem.

1996 SCO gründet erste Initiative von Computer Verkäufern um ein Standard Unix System für Intel Systeme in Unternehmen zu etablieren. Die Kampagne nannte sich "Big E initiative".

Kurzinfo 1997
SCO veröffentlicht Tarantella™ eine netzwerkfähige Software, unterstützt die zentrale Verwaltung und Leitung von Server-Basierenden Anwendungen über das Netzwerk. SCO liefert die erste Cluster-Lösung für Intel-Basierende Server.

Kurzinfo 1998
SCO liefert das UnixWare 7 Betriebssystem aus, ein fortschrittliches Server Betriebssystem für Intel CPUs. Es besteht aus Teilen der beiden eigenen Unix-Derivate UnixWare und OpenServer. Insgesamt 4 Varianten werden angeboten: Enterprise, Application/Database, Mail/Messaging und Intranet. SCO gründet die "Data Center Initiative" um ein Standard Unix-System in Data-Center Umgebungen zu schaffen.

Projekt Monterey SCO und IBM entwickeln mit der Unterstützung von Intel ein Hochleistungs-UNIX-System für die Intel IA-32 und IA-64 Architektur. Als Ergebnis ergibt sich eine einzelne Produktionslinie die auf IA-32, IA-64 und IBM CPU Systemen vom Einstiegs-Server bis zu großen Unternehmens-Umgebungen läuft. SCO liefert UnixWare für den Intel "Merced" (BL2) CPU, der ersten stabilen UNIX System Entwicklerplattform für die Intel IA-64 CPU "Itanium".

Kurzinfo 1999
SCO veröffentlicht UnixWare 7.1 mit der Webtop Software (Tarantella technology) und einer neuen Unternehmens- und Data-Center Version. UnixWare 7 NonStop® Clusters Software für Intel CPUs wird ebenfalls veröffentlicht. SMP-Systeme können maximal 8 CPUs enthalten, max. 64 GByte RAM sind adressierbar. Cluster können aus einem Verbund von bis zu sechs Rechnern bestehen. SCO veröffentlicht verschiedene Open Source Initiativen. SCO kündigt Tarantella Enterprise II an, die den schnellen Netzwerk Zugriff auf Windows 2000 und Windows NT 4.0 Anwendungen auch über das Internet erlaubt. Dabei soll das Microsoft eigene Remote Desktop Protocol (RDP) zum Einsatz kommen.
(Quelle: SCO)



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