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Weitere Betriebssysteme
AllOS/Alliance OS
Das Alliance Operating System Projekt hatte sich ab 1998 das Ziel gesetzt, ein neues stabiles Betriebssystem zu schaffen das auf den Grundlagen des Stanford Caching Kernel Model basiert. Ursprünglich ist dieses Projekt aus dem Freedows Projekt hervorgegangen. Im März 2001 wurden zuletzt Änderungen am Quellcode veröffentlicht. Das Projekt wurde inzwischen eingestellt.
AMX
Das Echtzeitbetriebssystem AMX stammt von der Firma Kadak. Es wird überall dort eingesetzt wo es auf zeitkritische Reaktionszeiten ankommt. Zu den Einsatzgebieten zählt der medizinische Bereich, Telekommunikation, Steuerung von Industrieanlagen, Datenerfassung, Automatisierung und Raumfahrt. Für Kleinstgeräte bildet AMX die Grundlage für PalmOS vor Version 5. AMX ist für verschiedene Architekturen verfügbar und wurde 1980 erstmals eingesetzt.
Merkmale:
- kompakte Struktur
- kurze Antwortzeiten
- Unterbrechung von Prozessen nach Priorität
- preemptiver, Prioritäten gesteuerter Taskplaner
AMX Kernel Varianten:
- AMX 86, Betrieb mit oder ohne MS-DOS und BIOS
- AMX 386/ET, 80386, 80486, Pentium Prozessoren
- AMX 68000, 680x0 und 683xx Prozessoren
- AMX CFire, ColdFire Prozessoren
- AMX PPC32, PowerPC Prozessoren
- AMX 4-ARM, ARM, StrongARM und XScale Prozessoren
- AMX 4-Thumb, ARM7TDMI und andere Thumb Prozessoren
- AMX MA32, MIPS32 Prozessoren
Aperios ist ein proprietäres von Sony entwickeltes Real-Time Betriebssystem für den autonomen Roboterhund Aibo (Artificial Intelligence Robot). Die Entwicklungszeit dauerte etwa 5 Jahre, 1999 war das erste Modell marktreif. Dieser Roboter ist mit einem MIPS 64-Bit RISC Processor (100 MHz) und 8 MByte DRAM Hauptspeicher ausgestattet. Über seine Farb-Video Kamera mit einer Auflösung von 180.000 Pixel sowie einem Audio Ein- und Ausgang nimmt es seine Umgebung wahr. Insgesamt 18 Motoren steuern die Beweglichkeit des neuen mechanischen Haustiers für den Unterhaltungsbereich. Eine Batterie sorgt 90 Minuten lang für Strom, bisher kann er sich noch nicht selbstständig aufladen. Die Hardware ist nach der OPEN-R Architektur aufgebaut und das Betriebssystem reagiert auf die Signale von den Sensoren in Echtzeit. Aperios ist besonders für den Umgang mit hohen Datenraten von Audio- und Video-Streams ausgelegt. Ursprünglich wurde Aperios für TV Set-Top Boxen wie die Plus Media Station in Japan eingesetzt, die interaktive Dienste wie Internet, Video-on-Demand und Spiele dem Anwender boten.
Der AIBO ERS-7 kam im Jahr 2003 für ca. 2.000 € auf den Markt, verfügt über einen 64-Bit RISC-Prozessor (MIPS R7000) mit 576 MHz und 64 MByte SDRAM sowie eine W-LAN Karte für eine drahtlose Internetverbindung. Die integrierte Digitalkamera hat CMOS-Sensoren mit einer Auflösung von 350.000 Pixel. Wie schon das erste Modell verfügt es über einen Temperatursensor, Infrarotsensor, Beschleunigungssensor, Drucksensor und einen Vibrationssensor. Neu hinzugekommen ist der elektrostatische Sensor, mit dem die Interaktivität des Roboters weiter erhöht wurde.
Die Produktion der AIBO Modelle wurde im März 2006 eingestellt.
AROS (Amiga Research Operating System) hat das Ziel, ein zu AmigaOS 3.1 kompatibles Betriebssystem auf der x86 Plattform zu schaffen und für weitere Plattformen zu portieren. Das Projekt begann Ende 1995. In die Entwicklung fliessen viele Verbesserungen ein, der Quellcode wurde unter die APL Lizenz gestellt, die von der Mozilla Public License abgeleitet ist.
CRUX ist eine Linux Distribution, die sich von anderen Distributionen durch eine schlanke Grundinstallation abgrenzt. Anwendungen für das gleiche Aufgabengebiet wurden auf zwei Vertreter reduziert. Aktuelle Software aus der GNU Sammlung fliessen zusammen mit dem neuesten Linux Kernel in neue Releases ein. Es existieren verschiedene optimierte Versionen für moderne x86 Prozessoren.
Im April 2005 wurde die Version CRUX 2.1 veröffentlicht, ein Jahr später die Version CRUX 2.2.
Das Freedows Projekt plant, zunächst nur für die x86 Plattform ein Open Source Betriebssystem unter der GPL heraus zu bringen. Freedows soll anderer Betriebssysteme emulieren und zu Anwendungen wie etwa für Windows oder Linux kompatibel sein. Bisher wurde noch keine Version veröffentlicht, auf der Freedows Website wurden die Inhalte seit langem nicht mehr aktualisiert. 2002 wurde dieses Projekt vorläufig eingestellt.
LynxOS ist ein Echtzeit Betriebssystem mit kurzen Latenzzeiten. Dadurch eignet es sich besonders für zeitkritische Anwendungen, die Performance lässt sich durch zusätzliche Hardware linear steigern. LynxOS ist binärkompatibel zu Linux und unterstützt Netzwerkanwendungen und den POSIX Standard. Mit der Version 4.0 wurde eine Performancesteigerung von 30 % gegenüber der Vorversion erreicht.
Das 32-Bit Betriebssystem MenuetOS wurde von Ville Turjanmaa in Assembler programmiert. Es ist ein neues, grafisches, Real-Time Multitasking Betriebssystem an dem mehrere Entwickler teilhaben. Bis jetzt werden FAT12 und FAT32 Dateisysteme rudimentär unterstützt. MenuetOS passt bequem auf eine einzige Diskette und bietet eine Standard Farbtiefe von 16 Millionen Farben. Inzwischen werden Multi-Threading und einfaches TCP/IP unterstützt. Ein Assembler ist bereits enthalten. Im März 2005 wurde die Version 0.78 herausgegeben.
Mit MenuetOS 64 (Beta v0.02) von Ville Turjanmaa ist sogar eine Variante für 64-Bit Prozessoren erhältlich. Programmiert in 100% Assembler ist die Ausführung von 64-Bit und 32-Bit Anwendungen möglich. Die Installation auf Festplatte wird unterstützt. Anfang Juni 2006 wurde die verbesserte Version 0.43 veröffentlicht.
Micriµm mit seinem µC/OS-II Real-Time Kernel unterstützt präemptives Multitasking und findet auf Mikrokontrollern und Embedded Systems seinen Einsatz. Die "µC/GUI" erlaubt den Entwurf von Benutzeroberflächen und mit "µC/FS" steht ein schnelles und effizientes Dateisystem zur Verfügung.
Miray µnOS unterstützt mehrere Prozessor-Familien und wurde für Embedded-Systems entworfen. Aktuell wird auch der leistungsfähige Realtime-Mikrokernel Sphere SP 2.0 angeboten. Im Juli 2003 wurde die Version µnOS 0.98 herausgegeben.
Mungi ist ein Single-Address-Space Operating System (SASOS) auf 64-bit Basis. Es ist OpenSource und unterliegt der GPL Lizenz. Durch das SASOS Design weicht es von typischen Betriebssystemstrukturen ab. Im September 2002 wurde der SourceCode der Version 1.2 veröffentlicht.
Microware OS-9 wurde von der Firma RadiSys Corporation entwickelt. Es ist ein modular aufgebautes Real-Time OS für Kleinstgeräte und verfügt über präemptives Multitasking. Es kann dynamisch Ressourcen an bevorzugte Prozesse zuweisen. Anwendungen nutzen die shared Libraries, das Dateisystem ist hierarchisch aufgebaut. OS-9 kann ohne Festplattenspeicher betrieben werden, es verwaltet die Systemmodule direkt im Arbeitsspeicher. Dieses Betriebssystem erlaubt Programmen durch seine Architektur keinen direkten Hardwarezugriff. Als Benutzeroberfläche wird der MGR Window Manager mit X-Window eingesetzt. OS-9 unterstützt Prozessoren der Architekturen m68k, ARM/StrongARM, IXP1200, MIPS, PowerPC, SPARC, SuperH und x86/Pentium.
PaulOS wurde von Paul Sheer für Kleinstgeräte konzipiert, mit denen Anwendungen entwickelt werden sollen. Es unterstützt 16-Bit, 32-Bit und 64-Bit Prozessoren. Das Dateisystem folgt dem POSIX Standard. Anwendungen werden im Single-Threading Verfahren mit sehr geringer Verzögerung ausgeführt. Viele Netzwerkanwendungen wurden von Linux portiert und kommen durch den TCP Stack von BSD bspw. als Mini-Webserver zum Einsatz. Im April 2005 wurde die Version 1.3.1 herausgegeben.
PROLOGUE ist ein rein Text-orientiertes Multitasking- und Multiuser-Betriebssystem für x86 CPUs. Ursprünglich von Honeywell BULL entwickelt eignet es sich besonders als sehr stabile Arbeitsumgebung für Branchensoftware wie es sie für Ärzte oder Handwerker gibt. Nachfolger von PROLOGUE ist das Betriebssystem TWIN Server.
ReactOS
Am 23.01.1996 haben sich ein paar Personen zusammengeschlossen, um ein komplett neues Betriebssystem zu erschaffen das Windows Anwendungen ausführen kann. Anfangs hieß dieses Projekt FreeWin95 und hatte am Anfangs Anlaufschwierigkeiten. 1998 wurde das fast aufgegebene Projekt durch den neuen Projektleiter Jason Filby wiederbelebt und in ReactOS umbenannt. ReactOS soll in der Zieldefinition ein zu Windows NT/XP kompatibles Betriebssystem werden. Dazu gehören sowohl Anwendungen als auch Treiber. Später sollen noch weitere Subsysteme wie Java Operating System, OS/2 und DOS hinzukommen. ReactOS befindet sich noch in der Alpha Entwicklungsphase und ist als OpenSource durch die GPL (GNU General Public License) geschützt.
Unter ReactOS 0.3.0 (alpha) laufen bereits OpenOffice, Nero Burning ROM, WinRAR und Unreal Tournament. Am 27.01.2006 wurde die vorläufige Einstellung von ReactOS bekanntgegeben. Ursache ist der Verdacht auf eingeschleusten Quellcode durch Reverse Engineering von Microsoft Windows. Der Sachverhalt wird durch Code Audit geklärt und falls erforderlich Code neu programmiert. Um zukünftig ähnliche Situationen zu verhindern wurden neue Richtlinien für Entwickler festgelegt.
1996, ReactOS 0.0.7
2000, ReactOS 0.0.15
2005 Mai, ReactOS 0.2.6
200, ReactOS 0.3.0
200, ReactOS 0.3.1, 2,1 Millionen Codezeilen
Das SkyOS Betriebssystem wurde 1996 von Robert Szeleney ins Leben gerufen. SkyOS wurde für die x86 Architektur von Grund auf neu programmiert. Am 15.12.1997 wurde die erste Version 0.1 veröffentlicht, die aus einem 16-Bit Kernel und einer sehr einfachen Benutzeroberfläche bestand. Im März 2005 war die Version 5.0 Beta verfügbar. Inzwischen unterstützt SkyOS Multi-Tasking, Multi-Threading, SMP, virtuellen Speicher, bietet Speicherschutz und Internetfähigkeit. Die eingebaute GUI namens SkyGI ist sehr flexibel und leistungsfähig geworden. Alpha blending, transparente Fenster, Schatten, Fenster-Animationen, OpenGL gerenderte Fenster, Antialiasing und Hardwarebeschleunigung sind nur einige der Features. Die Unicode Oberfläche lässt sich für jede beliebige Sprache anpassen. Das verwendete Dateisystem heisst SkyFS. Es zählt zu den 64-Bit Dateisystemen mit protokollierender Funktion und unterstützt erweiterte Attribute, Indexe und Abfragen. Zudem unterstützt es alle FAT-Dateisysteme, BFS (BeOS), Ext2/Ext3 und das ISO9660 CD-ROM Format.
SkyOS eignet sich zum Abspielen von Multimedia Dateien wie Videos, DVD's, Audio CD's und MP3-Dateien. Das ISS (Integrated Sound System) eignet sich auch für die Entwicklung von komplexen Audio-Anwendungen. Es spielt ohne Einschränkung mehrere Audio-Streams ab, kann die Sampling-Rate anpassen und Effekt-Filter einsetzen. Um im Internet zu surfen verfügt dieses Betriebssystem über den Webbrowser SkyKruzer, eine Portierung von KHTML. Weitere beliebte Anwendungen sind AbiWord, GIMP, die GNU Compiler Collection, Perl, VideoLan und viele mehr.
TinyOS 1.0 basiert auf einem Komponentenmodell das sehr flexibel an Kleinstgeräte angepasst werden kann. Es ist für minimalste Hardwareanforderungen ausgelegt.
TriangleOS in der aktuellen Version 0.0.3 vom 30.04.2003 wurde von Wim Cool entwickelt. Programmiert in C und Assembler ist es auf der x86 Plattform lauf- und netzwerkfähig. Für die Version 0.0.5 wird an einem neuen Virtual File-&Database System sowie Benutzeroberfläche entwickelt.
v2os 0.64c ist ein Assembler Betriebssystem das frei weiterentwickelt wird. v2os befindet sich noch voll in der Entwicklungsphase, bereitgestellte Anwendungen demonstrieren bereits die Fähigkeiten.
brickOS (vormals legOS) (Stand: Juli 2003) ist ein OpenSource Betriebssystem für Roboter aus den Lego Mindstorm Bausätzen. Es unterstützt alle RSX Subsysteme, beherrscht präemptives Multitasking, Infrarot Technik und das dynamisches Speichermanagement sowie das dynamische Laden von Programmen und Treibern.
Visopsys wird seit 1997 entwickelt, ist OpenSource und eine eigenständige Entwicklung. Die Benutzeroberfläche ist einfach und funktionell gehalten. Im April 2006 wurde die Version 0.62 veröffentlicht.
Die Firma Wind River hat sich auf Echtzeitbetriebssysteme spezialisiert und bietet mit dem Betriebssystem VxWorks ein optimales Entwicklungssystem für embedded Betriebssysteme an. Der Multi-Tasking und Echtzeit Kernel "wind" bietet eine POSIX Erweiterung und Netzwerkfunktionen. Eingesetzt wird VxWorks in den für geologische Zwecke konzipierten Rover Robotern bei der NASA, wie bei der Mission Pathfinder zum Mars.
1997 wurde ein Rover Roboter erfolgreich mit VxWorks eingesetzt. Das RTOS steuerte sogar den Lander, das Transportmittel für den auf Spirit getauften Rovers und sorgte für die Kommunikation zur Erde.
Am 23. Februar 2004 stellte das 1981 gegründete Unternehmen Wind River das neue verbesserte Release VxWorks 6.0 vor. In der Mars Erkundung im Juni/Juli 2003 wurde VxWorks für die Entwicklung des embedded Betriebssystems der beiden Rover Spirit und Opportunity eingesetzt. Die Software kontrollierte die Hardware und sorgte für die Zuverlässigkeit und Autonomie. Das VxWorks RTOS wurde für den gegen Radioaktive Strahlung optimierten RAD6000 32-Bit Prozessor portiert. Das Betriebssystem verwaltete die Antenne zum Empfang und Senden von Daten, sorgte mittels Sternen Scanner für die Koordinierung, die Überwachung der Funktionen und die Datenarchivierung.
Im August 2006 benutzte Boing in dem U.S. Navy Militärflugzeug P-8A das Betriebssystem Linux. Wind River lieferte dafür die Entwicklungsplattform Carrier-Grade Linux, 2009 soll der Flugzeug Prototyp fertig sein.
Betriebssysteme für Automobile
Betriebssysteme in Automobilen werden für die verschiedensten Steuerungs- und Sicherheitszwecke eingesetzt. Dazu gehören am CAN Bus bspw. ABS, Airbags, Comfortfunktionen, die Klimaanlage und das Armaturenbrett. Die Autohersteller stellen hohe Anforderungen an solche Betriebssysteme. So müssen vor allem in Deutschland diese Software OSEK konform sein, wenn sie mit dem CAN Bus in Verbindung stehen. OSEK bzw. OSEK/VDX ist eine solche Spezifikation für verteilte Steuereinheiten und das API. Viele namenhafte Firmen wie BMW, Daimler Crysler, Siemens, Motorola, Infineon, Mercedes Benz und noch viele mehr sind an dieser Norm beteiligt, die als ISO Standard vorgeschlagen wurde.
OSEK/VDX 2.2.1 Spezifikation (16.01.2003)
- erstmals Version 1.0 am 11.02.1995 veröffentlicht
- legt Multitasking Verhalten und API über System Services in C fest
- für verteilte 1 Prozessor Systeme
- Echtzeit Anforderungen
- Interrupt und Task Verhalten
- minimale Hardwareanforderungen
- Skalierbarkeit
- Portabilität
- Ressourcen Management
- Fehlerbehandlung, Anwendungs- und Systemfehler
80er Jahre Betriebssysteme
EOS, ein in Deutschland entwickeltes Betriebssystem, wurde in der Programmiersprache C geschrieben und hat gegenüber CP/M 3.1 einen größeren Befehlsvorrat.
Eumel (Extendable Multi User Microprocessor Elan System) war wenig verbreitet und wurde von der GMD (Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH) und dem Hochschulrechenzentrum Bielefeld entwickelt. Es ist als Mehrbenutzer-System ausgelegt und verfügt über die integrierte Programmiersprache Elan (Elementary Language).
Famos (Microcomputer Systems Inc.) fand wie PDOS nur wenig Verbreitung und wurde für Mehrbenutzer-Systeme eingesetzt. PDOS hat die Besonderheit, das es für Prozessoren der Serien MC 6800 und TI 9900 entwickelt wurde und speziell für Echtzeit-Anwendungen ausgelegt ist.
Oasis läuft auf verschiedenen Kleincomputern für die branchenneutrale und branchenspezifische Anwendungssoftware verfügbar ist. Entwickelt wurde es von Phase One Systems Inc., die Abkürzung bedeutet im vollen Wortlaut Online Application System Interactive Software. Oasis läuft auf 8-Bit und 16-Bit-Prozessoren wie der Z80, 8088, 8086, 68000. Eingesetzt wurde es in Einplatz-Anlagen und Mehrbenutzer-Systemen.
Prologue basiert auf dem 1975 entwickelten Betriebssystem BAL und stammt aus Frankreich. Es wurde vor allem für die Benutzer von Mehrplatz-Systemen, Software- und Systemhäuser entwickelt die für ihre Kunden anspruchsvollere Anwendungslösungen einsetzen wollen. Die Prologue-Architektur umfasst verschiedene Ebenen, die ein Höchstmass an Portabilität bei unterschiedlichen Hardwarekonfigurationen gewährleisten. Der Kern "Nuceleus" des Betriebssystems wurde überwiegend in Assembler programmiert, besteht aber auch teilweise aus "C" und "BAL" Quellcode. Die Verfügbarkeit der Programmiersprache BAL (Business Application Language) erhöht den Nutzwert dieses Betriebssystems enorm. Es wurden viele Befehle für das Datei- und Datenbankmanagement, Grafik, Datenkommunikation und mehr direkt integriert so das Zusatzroutinen nicht mehr notwendig sind.
System-Informationen:
- echtes Multi-User- und Multi-Tasking-Betriebssystem
- lauffähig auf Intel 8086/8088 Computern
- kann bis zu acht Arbeitsplätze verwalten
- bis zu 1 (einem) MByte Hauptspeicher, Minimum 128 KByte
- kann Platteneinheiten mit maximal 512 MB je Laufwerk verwalten
- benötigt 60-70 KByte Arbeitsspeicher
- dynamische Speicherverwaltung
- zeitgesteuerter Programmablauf
- Spooling Funktion für Drucker
- Index-sequentiellen Zugriff (ISAM) auf Festwertspeicher
- unterstützt die Programmiersprache Dialogue II (ähnlich zu dBaseIII)
Betriebssysteme für VEB Robotron
Der Personalcomputer "AC A 7100" aus dem DDR (Deutsche Demokratische Republik) VEB (Volkseigener Betrieb) Kombinat (Konzern) Robotron wurde mit dem Grundgerät K1710 und einem Monitor mit der Typenbezeichnung K 7229.22 sowie der Tastatur K 7637.9X für besondere Aufgabengebiete hergestellt. Mit dem Anschluss von CAD/CAM Peripherie liess es sich auch für Technische Zeichnungen einsetzen. Es gab sogar die Möglichkeit der Ferneinschaltung und eine integrierte Lüfter- und Netzausfallerkennung.- 16-Bit Verarbeitungsbreite
- modularer Computer Aufbau
- individuell erweiterbar
- bis zu 768 KByte RAM, 560 ns Zugriffszeit
- 32 KByte Festwertspeicher im EPROM
- Einbau von 5"1/4 Festplattenspeicher mit 10 MByte möglich
- Unterstützung für K 5600.20 5 1/4 Disketten
- CPU Bezeichnung: K 1810 WM 86, 5 MHz
- Co-Prozessor fähig
- bis zu 1 MByte Speicheradressierung
- Bustaktfrequenz: 9,832 MHz
SCP 1700 (Single User Control Programm)
- Diskettenorientiertes Einzelnutzersystem
- Einsatz als Terminal oder im lokalen Netzwerk
- bevorzugt für die Programmentwicklung und Büroautomatisierung eingesetzt
- modularer Aufbau
- Steuerprogrammlader LDSCP für transiente Kommandos im CMD Format
- Steuerprogramm SCPX (Datei SCP.SYS)
- inklusive Standardsoftware (Textverarbeitung)
- mit den Compilern FORTRAN77, C, PASCAL, MODULA-2, COBOL
- mit dem Interpreter BASIC
- Grafikerweiterung SCP-GX durch GIOS (Graphics Input/Output System) und GDOS(Graphics Device Operating System)
MUTOS 1700
- Timesharing Betriebssystem
- UNIX verwandt
- / root Dateisystem Struktur
- leistungsfähige Shell mit programmierähnlichen Anweisungen
- für verschiedene Rechnerplattformen
- überwiegend in C geschrieben
- Dienstprogramme wie cp (kopieren), cmp (vergleichen), mkdir (verzeichnis anlegen), rm (Datei oder Verzeichnis löschen)
- Einsatzgebiet war Softwareentwicklung oder wissenschaftlichen Berechnungen
BOS 1810
- Echtzeit Betriebssystem
- Multitasking mit Prioritätssteuerung
- modularer Aufbau
- objektorientiertes Design
- Einsatzgebiet ist die Softwareentwicklung
- enthält bereits notwendige Peripherie Treiber
- inkl. Dateizugriffssteuerung für Rechtevergabe
- Fehlerbehandlung durch Gültigkeitstests
- Bedingungskontrollen mit Regeln für Ausnahmesituationen
- dynamische RAM Zuweisung
- interaktive Anpassung an den Benutzer, mit Konfigurationsprofilen
Objekttypen:
- Task (aktives Einzelprogramm)
- Jobs (passiv, Abgrenzung einzelner Anwendungen zu anderen)
- Mailboxen (Informationsaustausch zwischen Tasks)
- Semaphore (Integer, beeinflusst den Status von Tasks in aktiv/inaktiv)
- Segmente
- Connections
Seite erstellt: 2004-04-03 [SB]
Letztes Update: 2008-03-03
Letztes Update: 2008-03-03
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Screenshots
Versionen
| Datum | Version |
|---|---|
| 2000 Mai | MenuetOS: 0.01 erste Version |
| 2000 Nov. | MenuetOS: 0.20 unterstützt Vesa 2.0 |
| 2000 Dez. | MenuetOS: 0.24f - 0.25b 32 Bit Farbtiefe, Sound Blaster Support, neue GUI |
| 2001 Jan. | MenuetOS: 0.33 Quellcode unter GPL Lizenz |
| 2001 Juni | MenuetOS: 0.42 neue Anwendungen und Verbesserungen |
| 2002 Jan. | MenuetOS: 0.64 Kernel lässt sich unter Menuet mit Fasm kompilieren |
| 2002 Okt. | MenuetOS: 0.71 Ethernet optimiert, Fasm 1.40 |
| 2002 Dez. | MenuetOS: 0.72 TCP/IP |
| 2003 Feb. | MenuetOS: 0.73 TinyHTTP und MP3 Server, Irc Client, Realtime Ergänzungen |
| 1978 | erste Prologue-Version für 8-Bit-Rechner |
| 1982 | erste Prologue-Version für 16-Bit-Rechner |
| 1983 | Erweiterung der Netzwerkfähigkeit, Datenbanksystem, Emulation von MSDOS und CP/M |
| 1984 | relationale Datenbank - Dialogue II, Anschluß an öffentliche Netze (X.25) |
| 1985 | Prologue Net (Netzwerk), Programmiersprache BAL (Business Application Language), Multiview-Bildschirme und Textverarbeitung |
| --- | UCSD-p wurde für professionelle Softwareentwickler mit Pascal- oder Fortran-Compiler entwickelt, ist für den IBM PC verfügbar |





































